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TÖRN 105.17 – Position 10.03.2017

Ahoi ihr Landratten,

naa, habt ihr euch schon von dem Schock des letzten Berichts erholt? Wir dachten, wir geben euch mal ein bisschen Zeit, bevor wir mit dem nächsten Bericht um die Ecke kommen. Hier an Bord haben wir uns auf alle Fälle alle köstlich amüsiert und hätten sehr gerne was von dem Zeug gehabt, das Tom eingeschmissen haben muss. Aber irgendwie hat er sich nicht überzeugen lassen und wollte uns gar weismachen, dass er gar nichts eingeschmissen hätte!

Nun ja, ganz so traumhaft malerisch war unser Abend also nicht, dennoch haben wir ihn natürlich ausgenutzt, das milde Wetter genossen und den von Kapitän Wolfgang spendierten Cuba Libre in vollen Zügen genossen. Und nein, das war kein Seemannsgarn, sondern echter, leckerer Cuba Libre, natürlich mit ein wenig ausgepresster Limette. Vorher hatten wir noch Besuch von einer Gruppe Uniformierter Coast Guards, die sich mal erkundigen wollten, was wir hier so eigentlich vorhaben und nachdem sie erfahren haben, dass wir nur eine Nacht vor Anker liegen, waren sie doch einigermaßen enttäuscht. Das große Highlight an diesem Besuch war aber eigentlich der schwarze, als Drogenhund ausgebildete Labrador, der unten im Boot saß und sehnsüchtig sein Herrchen erwartete. Natürlich hat er von uns ein wenig Wasser gekriegt.

Am nächsten Morgen um 9 Uhr hieß es dann wieder „Anker auf“  und Kurs auf Bonaire, wo wir anlegen und eine Nacht verbringen wollten. Dort kamen wir, wie geplant, am gestrigen Donnerstag gegen 10 Uhr an und nachdem das Schiff und die Besatzung einklariert waren, war der Landgang dann auch freigegeben. Könnt ihr erraten, wohin es alle sofort gezogen hat? Jaa, richtig, an den Strand natürlich, um ENDLICH in die türkis leuchtenden Fluten zu springen und sich mal so richtig zu erfrischen. Anschließend erkundeten alle noch den recht kleinen Ort und bummelten mal durch die Flaniermeile, die dank der hier anlegenden Kreuzfahrer aber sehr touristisch gehalten war. Abends wurden dann diverse Lokalitäten ausprobiert und der Abend klang gemütlich aus.

Heute Morgen ging es um 7 Uhr mit dem allgemeinen Wecken schon wieder weiter. Der Lotse kam um kurz vor 9 an Bord, Leinen los und weiter in Richtung Curacao, unserem endgültigen Ziel. Vor dem Losmachen wurden bereits alle Segel ausgezeisert, sodass es nach der Hafenausfahrt gleich mit dem Segelsetzen losgehen konnte. Hoffen wir mal, dass auch die letzten Seekranken nun endlich damit durch sind und die letzten Tage noch genießen können.

Das Wetter zeigt sich inzwischen von seiner besten Seite. Wir haben ja zwischendurch immer noch den ein oder anderen Schauer, aber insgesamt ist es warm und die Hautfarbe der meisten wechselt zwischen knallrot und pellend. Hier ist eincremen angesagt!

Nachdem wir gestern außerdem ein Geburtstagskind hatten, wird uns die Kombüse heute vermutlich noch mit einem Kuchen beglücken. Und wo wir gerade bei der Kombüse sind, die freut sich bereits sehnlichst auf die nächste Kombüsencrew und versorgt uns derweil jeden Tag aufs Neue auf das Köstlichste! Gestern gab es nach dem Mittagessen gar einen Eiskaffee, der gerne genommen und verzehrt wurde.

So ihr Lieben, das wars auch erstmal wieder von uns. Wir melden uns dann nach dem Wochenende wieder, mal sehen was wir euch dann alles berichten können.

In diesem Sinne, grüne Grüße von Kapitän Wolfgang, seiner Crew und Berichterstatterin Clara