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TÖRN 113.17 – Position 10.06.2017

Ahoi,

nach einem fulminanten Racestart mit 9 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit, üben sich die Winde in olympischem Windsprung. Am Morgen mussten wir leider feststellen, dass der Außenklüver gerissen war und weggenommen werden musste.

Das Abschlagen wurde dann durch monsunartige Regenfälle zur Decksduschparty. Mit vereinten Kräften wurde im strömenden Regen, unter Mithilfe aller Wachen, zur Auflockerung ein weißer Akzent im Klüver gesetzt. Als der Himmel sich aufklarte und die Besatzung größtenteils wieder trocken war, fand am Nachmittag die allgemeine Sicherheitsübung statt.

Ein Besatzungsmitglied wurde „vermisst“ und durch den Feuereinsatztrupp erfolgreich geborgen. Die nachfolgende Reanimation mittels Durchkitzeln durch die Bordärztinnen stellte seine Gesundheit postwendend wieder her. Nach dem ganzen Wetterelend freuten wir uns umso mehr, den Feierabend auf der Back bei absolut kitschig romantischem Sonnenuntergang (rosarot-pink!!) zu genießen und den Delphinen vorm Bug beim Spielen zuzusehen.

In der letzten Nacht wurde die Zeitumstellung in der wie üblich verwirrenden Dreiteilung (jede Wache 20 min) gemeistert. Anschließend durften wir uns zum Frühstück, wie gehabt von Smutti (Smut so gut wie Mutti) bestens versorgt, durch einen Turm aus Pfannkuchen futtern.

Die Deckswachen freuten sich über besten Sonnenschein und kurz nach dem Mittagessen stellte der Golfstrom, der das Schiff driften lässt die Nautiker vor neue renntaktische Herausforderungen. Am Nachmittag führte die Maschine uns in die Geheimnisse ihres Reiches ein und Smutti lud zum Kuchen.

Aktuell kann man am Horizont ab und an unsere Rennbegleiter beobachten und wir freuen uns weiterhin auf einen spannenden Wettkampf.

Viele Grüße vom Atlantik,

Kapitän Tilman und die Bordberichterstatter