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TÖRN 110.18 – Position 18.03.2018

Sonntag, 18.03.2018
Mittagsposition: 29° 36,1′ N 015° 55,8 ‘ W
Auf See

Die Maschine leistete in der Nacht ganze Arbeit, da wir zunächst Strecke machen wollten und der Wind ungünstig stand. So verbrachten wir die Nachtwachen eher entspannt, lernten uns und das Schiff besser kennen und zählten Sternschnuppen am Himmel. Einige verbrachten die Nacht- und Morgenstunden allerdings bevorzugt auf Koje als an Deck, da die Seekrankheit zugeschlagen hatte.

Die 4-8-Wache brasste dann gegen Ende ihrer Wache an und hatte sich das leckere Frühstück von Peter und Oskar, u.a. mit selbstgebackenen Brötchen und Spiegeleiern, verdient. Mit dieser Vorarbeit setzte die 8-12-Wache anschließend das Vorstenge-, Großstenge- und Besanstagsegel sowie den Außenklüver und die Unter- und Obermarsen. Als würde sich der Wettergott über so viel grünes Tuch freuen, riss der Himmel auf, der vorher noch unser Begleitschiff in Regen getaucht hatte, die überholende AIDA, die uns schon vom Hafen bekannt war.

Strahlender Sonnenschein und 22 °C begeisterten die Crew, die statt Regenhose schnell in T-Shirts an Deck stand. Zum Wachwechsel um 12 Uhr hatten wir zwei kleine unbewohnte vulkanische Inseln voraus und die Kanaren schon hinter uns gelassen. Da sich das gute Wetter hielt, konnten wir an Deck unter Anweisung von Bootsmann Peter einige noch ausstehende Arbeiten beginnen oder auch einfach die Aussicht auf das tintenblaue Wasser genießen.

Das Sailtraining wurde bis ca. 15 Uhr fortgesetzt, aber da wir unter Segeln doch ziemlich langsam unterwegs gewesen waren, musste dann wieder die Maschine, liebevoll Unterwasserbesan genannt, in Betrieb genommen werden, so dass wir dem Sonnenuntergang entgegen motoren werden.

Viele Grüße von Bord
Kapitän Rolf & Crew und Bordberichterstatter Leni