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TÖRN 105.17 – Position 06.03.2017

Hallo liebe Alexfreunde,

nun sind wir schon den dritten Tag auf See und so langsam haben sich alle an den Bordalltag gewöhnt. Auch die Zahl der Grüngesichtigen hat sich deutlich verringert und wir sind guter Dinge, dass die Farbe dauerhaft zu einem gesunden rosigen bis knallroten Farbton wechselt. Obwohl vor Sonnenbrand sind wir momentan eher gefeit, da die Sonne sich als sehr schüchtern erweist und sich lieber hinter dicken schwarzen Regenwolken versteckt, anstatt uns mit ihrer Wärme zu erfreuen. Immerhin sind die ständigen Schauer schön warm und auch die Lufttemperatur von um die 26°C macht vieles wett.

Neben dem normalen Bordalltag formiert sich so allmählich auch eine Ausbildungsroutine für unsere Vielleichtis und Matrosenanwärter: Gestern gab es bereits eine Einführung in die Astronavigation durch Steuermann Arjaan und heute hat uns Viemose (also Vielleicht-Matrose, kann man das sagen?) Roman in die Geheimnisse rund um die Entstehung des Wetters eingeweiht. Warum wir von dem karibischen Wetter hier gerade so gar nichts mitkriegen, haben wir aber trotzdem nicht verstanden. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, die Familien, Freunde und Kollegen daheim sollen ja wenigstens zu Recht neidisch sein und wir wollen am Ende des Urlaubs ja auch eine gewisse Farbe vorweisen können!

Jeweils zum Wachwechsel sind wir gestern um 16 Uhr und heute um 8 Uhr eine Halse gefahren und haben uns dabei gar nicht mal so doof angestellt. Die Ersttäter unter uns gewöhnen sich auch langsam an die Begrifflichkeiten und wissen wo vorn und achtern ist, was alles an Bord als „Back(skiste)“ bezeichnet wird und laufen manchmal sogar schon zum richtigen Tampen!

Abends hat sich, bei romantischem Licht aus der Stirnlampe, ein Herren-Quintett zusammengefunden und uns mit nicht immer richtiger, aber nichtsdestotrotz lauter Musik beglückt, inklusive Gitarren- und Cajónbegleitung. Davon gerne mehr! Den milden Abend konnte die 4-8 Wache mit einem Wachbier an Oberdeck ausklingen lassen. Sehr zur überaus großen Freude der stehenden Wache 😉

Momentan warten wir noch auf eine Antwort von der Insel Los Roques vor der venezolanischen Küste. Wir hatten angefragt, ob wir dort eventuell einen Stopp machen und den dann natürlich zum Baden ausnutzen könnten. Auf dem Weg dahin sind wir schonmal, jetzt warten wir nur noch auf eine Antwort und drücken uns die Daumen, dass das klappt! Ihr uns hoffentlich auch J

Ansonsten sind für heute noch eine Notruderübung geplant, sowie die Einweisung ins Rettungsnetz und Erklärung des Bootsmanövers durch unseren Toppsi Lennart.

Und ach ja, wir segeln selbstverständlich! Groß und Fock sind schon gut erprobt, ebenso wie die untere Reihe Stagsegl. Hier sitzt quasi schon jeder Handgriff, auch im Dunkeln und bei Regen!

So, wir fahren dann mal weiter und hoffen euch morgen Positives von unserem Badestopp berichten zu können.

Bis dahin macht es gut und grüne Grüße von Kapitän Wolfgang  und seiner Crew sowie Berichterstatterin Clara