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Törn 34226 _ Vom großen Belt in die Kieler Bucht

Datum:                              10.09.2026

Mittagsposition:              54° 36,3‘ N,  010° 15,4‘ E

Das Wetter:                      Bedeckt, SW-Wind 4, 16 °

 

Liebe Alex-Fans,

Zu Beginn unserer Wache fahren wir heute wieder unter Motor, denn wir müssen gegen die Windrichtung vorankommen und zudem an einem Gebiet vorbei, in dem die Deutsche Marine Schießübungen macht. Also bleibt Zeit für andere Aufgaben, wie etwa die deutsche Flagge am Besanmast aufzuziehen. Zwar erklingt nicht die Nationalhymne dazu, doch ein wenig feierlich wirkt es schon als das Hoheitszeichen im milden Früh-Sonnenlicht flattert.

Im Anschluss steht Navigations- und Knotenkunde an. Im Steuerstand bekommen wir die Feinheiten von Radar, AIS und Peilung erklärt, auf dem Hauptdeck üben wir uns an Palstek und Webeleinstek – manche mit mehr, manche mit weniger Erfolg. Als mir nach zig Versuchen der Palstek endlich gelingt, denke ich, nun ist aber der Knoten geplatzt. Doch dann patze ich direkt am nächsten Knoten.

Um das geplante Day Sailing in der westlichen Kieler Bucht vorzubereiten, brassen wir vor unserem Wachende die Rahen in die andere Richtung, sodass die aufziehende Wache direkt mit dem Segelsetzen loslegen kann. Und das tut sie unter Jörns Kommando auch sehr flink und mit immer größerem Sachverstand, wie der Toppsi zufrieden erklärt. Nach einigen Tagen seien auch die Laien soweit angekommen an Bord und im Ablauf der Manöver, dass sie ein Gefühl entwickelt hätten, was sie wie tun müssen. In noch ein bis zwei Tagen mehr gelängen die Manöver dann richtig professionell. Tja, dann werden wir bereits in Bremerhaven angekommen sein, aber irgendwas ist ja immer …

Als Freiwache eine andere Wache beim Manöver fahren zu beobachten kann ich jedem nur empfehlen, da bekommt man ein noch besseres Verständnis für die einzelnen Arbeitsschritte und hat das große Ganze besser im Blick als wenn man nur konzentriert an einem Tampen steht. Auch die Halse kurz vor der dänischen Insel Aero gelingt Jörns Wache problemlos.

Einige weitere Manöver sollen noch folgen, sagt Kapitän Joachim beim Kaffee und Kuchen. Und um Mitternacht rum würden wir dann vor Anker bei Heikenau in der Kieler Förde gehen, um uns für morgen früh eine Pole Position für den NOK zu verschaffen. Gegen 5 Uhr werde der Anker gelichtet, um eine Stunde später den Lotsen für die Kanaldurchfahrt an Bord zu nehmen.

 

Herzliche Grüße von Bord

Bordberichterstatter Daniel, Kapitän Joachim und die ganze Crew