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33823 – 09.06.2023 – Unvorhergesehenes an Board

Törn:33823             09.06.2023

Mittagsposition: 57°42,5`N; 018°48,5`E

Das Wetter: Sonne mit Wind

Titel/Überschrift: Unvorhergesehenes an Board

 

Schlaftrunken morgens um 4 Uhr ist die 4- 8 Wache an Deck gekommen und wunderte sich über die vielen Taue an Deck. Es sind die ganz dicken blauen gewesen, die genutzt werden um die Alex am Hafen fest zu machen. Wie jetzt schon Hafen? Das kann doch nicht sein. Der gestrige Plan sah doch anders aus.

Um dies erklären zu können müssen wir zurück auf den vorherigen Tag blicken. Nach der morgendlichen Flaute frischte am Nachmittag der Wind auf. Die Freude war groß. Endlich konnten wir richtig segeln und das sogar mit Schräglage und ordentlich Geschwindigkeit. Das macht richtig Spaß. Kann aber auch sehr herausfordernd für die nicht so ganz Seefesten Mitglieder an Board sein. So hatten wir einige Seekranke an Board. Das Bewegen auf dem Schiff wird, bei starkem Seegang, nun nicht unbedingt leichter und erfordert ein wenig Übung. Leider kam es zu einem Unfall an Bord. Ein Trainee ist auf dem Deck gestürzt. Mit einer Welle verlor er das Gleichgewicht und stürzte über einen Tampen und fiel mit dem Körper und Kopf gegen das Spill. Als er nicht Aufstand war sofort klar, dass er sich verletzt hatte. Zu allem Überfluss schwappte im selben Moment eine Welle an Deck und der Ärmste wurde noch klatschnass. Schnell ist der Doc gerufen worden und der Patient ist in die Krankenstation gebracht worden. Dort wurde entscheiden, dass der Patient in einem Krankenhaus untersucht werden muss, um Röntgenaufnahmen zu machen.

An dieser Stelle einen großen Dank an die Stammcrew der Alex. Hier kümmern sich alle rührend um die Trainees.

Nun kommen wir zurück zu dem Morgen des 09.06. das nächste zu erreichende Krankenhaus gab es auf Gotland. Somit haben wir Kurs auf Gotland genommen um dort anzulanden. Für das Anlegemanöver ist einiges vorzubereiten. Die Segel werden eingeholt und die Gangway wird vorbereitet.

Nach dem Anlegen ist der Patient mit dem Taxi, in Begleitung des Docs, ins Krankenhaus gebracht worden. Für alle anderen an Board ergab es die Möglichkeit einer Besichtigung des Ortes Slite auf Gotland. Hier gab es eine alte Mühle anzuschauen und einen Spaziergang an der Küste zum Strand zu machen. Auch konnte im Supermarkt ein Eis gekauft werden. Ein Toppsi hat die Zeit genutzt um sich die Haare schneiden zu lassen.

Beim Mittagessen kam dann die erlösende Nachricht, dass unser Patient nicht so schlimm verletzt ist und er wieder an Board kommen kann. Somit konnten wir nach dem Segelpacken wieder in See stechen. Dadurch, dass wir den Kurs geändert haben und wir Sonntag pünktlich in Riga ankommen wollen, müssen wir den direkten Kurs nehmen und unter Motor fahren. Alle, die sich das Segelpacken zutrauen, sind in das Rick geklettert. Das eine oder andere Segel brauchte etwas Zeit zum Packen und es wurde darüber diskutiert, welche die bessere Technik ist.

Am Nachmittag haben wir dann Kurs auf Riga genommen.