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TÖRN 109.17 – Position 21.04.2017

Logbucheintrag #2: Tag 2 und 3 auf See (21.+22.)

Karibik haben wir uns irgendwie anders vorgestellt

Am Morgen konnten die Segel durch die 4-8 Wache gesetzt werden aber auch am zweiten Tag auf See ließ der Regen nicht lange auf sich warten. Der Ausguck meldete fliegende Fische und Delfine, die uns allerdings nur einen sehr kurzen Besuch abstatteten. Nach vier Stunden im Regen freute sich die 8-12 Wache auf ein warmes Mittagessen.

Für 13 Uhr kündigte Kapitän Wolfgang ein Halse-Manöver an, bei dem alle mit anpacken konnten. Nach erfolgreicher Durchführung verzogen sich die Freiwachen wieder ins Trockene. Auch am Nachmittag hielt der Regen weiter an, so dass unsere Klamotten nun in den Gängen und Duschen zum Trocknen hängen. Am Abend konnten die Wachen den Sternenhimmel beobachten und dazu gab es interessante Infos zu den Sternenbildern und einzelnen Sternen von Trainee Achim.

Der Kurs führte uns mit gesetzten Segeln zunächst Richtung Südspitze von Cozumel – und damit auch in ungemütlicheres Wetter, denn dort wartete bereits eine Unwetterfront auf die Alex. Für das schlechtere Wetter von oben sind wir natürlich gerüstet. Der spürbar stärkere Wellengang aber gab jedem, der die Seefahrt nicht gewohnt war, die Gelegenheit herauszufinden ab wann man selbst seekrank wird. Für nicht wenige war der Punkt an dieser Stelle bereits überschritten, und so hatten die ersten Wachschichten mit eine Ausfallrate von bis zu 50% zu kämpfen. Auch einige alte Hasen wurden hier wieder daran erinnert, dass die ersten ein, zwei Tage auf See durchaus Ihren Tribut fordern können.
Viele sonnige Grüße,

Tag drei starten wir mit Rührei zum Frühstück und leichtem Nieselregen. Man könnte meinen der Pool an Deck fülle sich von alleine. Gegen 10 Uhr klarte der Himmel endlich auf und die Sonne kam raus, so dass wir den Pool nach dem Mittagessen zum ersten Mal benutzen konnten. Um 13 Uhr ging eine Rettungsweste über Bord. Beim anschließenden „Mann über Bord“ Manöver konnte der Stamm für den Ernstfall proben. Die Rettungsweste konnte bereits nach 25 Minuten wieder an Bord gebracht werden. Anschließend hatten alle die Möglichkeit an einer Bootssafari teilzunehmen. Dafür ging es über die Lotsenleiter runter ins Beiboot. Währenddessen wurde der Pool mit Schaum gefüllt und die Decksdusche in Betrieb genommen. Alle freuten sich über das karibische Wetter und verbachten den Nachmittag und Abend an Deck. In der Nacht konnten wir wieder einen wunderschönen Sternenhimmel sehen.