Blog

TÖRN 160.18 – Position 19.12.2018

Tagesbericht

Törn:                                    160.18

Datum:                                19. Dezember 2018

Mittagsposition:              28° 31,9 N 015° 28,6 W

Das Wetter:                      Etwas mehr Wind würde nicht schaden

Titel/Überschrift:            Panik an der Kaffee-Front

Heute ist es so weit, nach 5 „4-8ter-Wachen“ habe ich die erste Backschaft. Was mich wohl erwarten wird? Gut dass wir zu viert sind und der Oberbackschafter den Durchblick hat, es wird schon nichts schiefgehen. Und dann gibt es noch einen positiven Ausblick: wecken ist erst um 6:15 Uhr, also knapp 3 Stunden länger schlafen, wie schön. Aber manchmal klappt das mit dem wecken einfach „zu gut“, irgendwo in der „Befehlskette“ war wohl ein Kettenglied gebrochen, will sagen, es stand dann doch um 3:30 Uhr jemand an meiner Koje um mir den aktuellen Wetterbericht zu liefern und mich freundlich auf meine Wache vorzubereiten. Gut, dass ich noch müde genug war, so bin ich schnell wieder eingeschlafen.

Schließlich zur „richtigen“ Zeit geweckt ging es schnell in die Messe, Tische decken, alles fein herrichten. Bevor die noch müde, aber hungrige 8-12er Wache kommt muss ausreichend starker Kaffee gekocht sein, doch plötzlich blinkt die Servicelampe der Kaffeemaschine. Panik!!! Doch dann Entwarnung, zum Glück wünscht die Maschine nur entkalkt zu werden. Puh, die kurze, aber heftige Panik-Attacke ebbt wieder ab. Damit ist aber der nächste Job schon klar: Kaffeemaschine entkalken.

Nach dem dann auch „meine Wache“ gefrühstückt hat wird in der Messe „Klarschiff“ gemacht. Jetzt geht es ans entkalken, dabei aber besser keinen Fehler machen, ganz wichtig, weil ohne Kaffee können wir weder reffen noch brassen geschweige denn „kämpfen“. Nach fast 2 Stunden ist die Kaffeemaschine glücklich und ich zufrieden, alles wieder gut.

Jetzt kann’s weitergehen, der Staubsauger wartet auf mich, die Gänge brauchen eine „Bodenpflege“. Aber ob das so eine gute Idee ist, wo noch mancher aus der 0-4 Wache seinen „Schönheitsschlaf“ hält. Doch es hilft nichts, es muss sein, denn langsam künden „speichelflussanregende Düfte“ das nahende Mittagessen an, nur wir sind hier nicht bei Grimm’s Märchen, der Tisch deckt sich nicht von selber. Also schnell saugen und dann ab in die Messe Tische decken und frischen Kaffee kochen, bevor der „Sturm“ auf’s Essen beginnt.

„Liebe Backschaft“ hier, „liebe Backschaft“ dort, wird man so angesprochen, da machen die Handreichungen direkt doppelt Spaß und wir warten gerne bis alle satt und zufrieden sind, bevor wir selber zugreifen, anschließend abräumen und in die wohlverdiente Mittagspause an Deck gehen.

Soweit der erste Teil des „Backschaftsberichtes“, der zweite Teil würde ähnlich ausfallen, nur das die Mahlzeiten „Kaffee und Kuchen“ bzw. „Abendbrot“ heißen würden, aber das alleine macht es nicht spannender. Schließlich geht um 19:30 Uhr mit frischen Pizza-Schnecken von Tino ein aufregender Backschaftstag zu Ende.

Es grüßen der Kapitän, Jörg und die Crew