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TÖRN 136.17 – Position 23.11.2017

Tagesbericht vom Donnerstag, 23. November 2017

Position: an der Pier von Mahón (Liegeplatz „Muelle de Cruzeros“)

Ihr lieben Daheimgebliebenen,

ein ganzer Tag in Mahón lag vor uns. Die Hafenwache verkündete uns um 7.00h morgens, dass der Donnerstag erst einmal mit frischen 12°C startete. Natürlich stand für heute die weitere Erkundung des kleinen menorcinischen Städtchens auf dem Programm. Aber auch die „To do Liste“ unserer Bootsleute Björn und Benno hielt einen nicht alltäglichen Aufgabenpart für die Stammcrew als auch freiwillige Helfer aus der Gruppe der Trainees bereit. So sollte die Außenhaut neu gestrichen werden, eine Tätigkeit, die natürlich auf See nicht möglich ist auszuüben. Die ersten Vorarbeiten hierfür hatten schon am Vorabend begonnen. So wurde fleißig an der Außenwand geklopft und gehämmert, um dem Rost an den Kragen zu gehen. Für heute nun konnte sich die Schar der Helferlein in eine Liste für eine Schicht am Morgen von 8.00h – 12.00h eintragen oder am Nachmittag von 12.00h – 16.00h die Arbeiten fortführen, so dass immer noch Zeit für neue Erkundungstouren blieb.

Die Außenbordsarbeiten an sich waren ein akrobatisches Programm. So wurde nicht nur von der Pier aus gepönt und gemalert, sondern auch mit Hilfe eines unserer Bereitschaftsboote, von dem aus der Streichende die Malerrolle mittels Teleskopstange führte. Ebenso war eine Stellage im Einsatz.

Auch dieser Tag entwickelte sich wieder zu einem schönen Sommertag – jedenfalls für nicht ganz so sonnenverwöhnte Deutsche, welche die letzten Sonnenstrahlen in diesem Jahr dankbar aufsogen. Von den Einheimischen waren wir in der Stadt jedoch deutlich zu erkennen. So kamen uns diese bereits in Winterkleidung und sogar mit Handschuhen entgegen, während wir uns freuten, vor dem deutschen Winter noch einmal in T-Shirt und kurzer Hose durch die Gassen oder am Hafen entlang bummeln zu können.

Es war ganz klar, dass die Wachen auch an diesem Abend wieder das Nachtleben des Hafenstädtchens erleben wollten. Jedoch zogen wir nicht mehr in einer großen Gruppe los, da wir nunmehr ja wussten, dass es schwierig werden würde, eine passende Lokalität zu finden. Aber es bedarf gar nicht immer externer Einkehrmöglichkeiten. So stießen die Heimkehrenden bei ihrer Rückkehr auf die Alex-2 auf eine Party an Deck. Hier wurden bereits von einer Gruppe von ca. 15 Leuten kräftig die altbekannten Seemannslieder gesungen. Nun kamen nicht bekannte Talente zum Vorschein. So bewies Leichti Hennig eindrucksvoll, dass er eine tolle Sangesstimme hat und Bootsmann Benno untermalte diese auf der Gitarre, wobei auch noch eine Version des Mahón-Blues entstand. Darüber hinaus ließen Leichti Vera und Trainee Andreas das Tanzbein bei Boogie-Woogie an der Pier schwingen. Und Trainee Frida konnte ihrer Leidenschaft des Tango-Tanzens endlich einmal wieder nachkommen …

Von der Alex-2 grüßen
Kapitän Ingo und Crew
sowie Eure Bordberichterstatterin Petra