Blog

TÖRN 121.18 – Position 15.05.2018

Dienstag 15.05.2018

Immer noch sonnig, warm, kurze-Hosen-Wetten

 

Wir werden von einer freundlichen Lautsprecher Stimme aus dem Schlaf gerissen. Wir liegen in Cuxhaven. Die erste Nacht im Hafen fühlt sich fast an wie zu Hause. Ob es wohl auf See auch so ist…?

Die 8-12 Wache hat schon so seine Vorteile: Wir konnten die Nacht durchschlafen. Gleich nach dem Frühstück bekommen wir Proviant. Wir bilden zum Stauen (also Beladen) eine Menschenkette. Viele Hände, schnelles Ende.

Das ist Teamwork!

13.30 Uhr, Ablegen. Da beginnt das zweite Abenteuer mit der inzwischen vertrauten Schleuse: Es wird unerwartet der mittlere Schleusentor geschlossen. Es fühlt sich an, als hätten wir Vorne und Achtern nur ein paar Meter Luft. Ab und zu hört man von Achtern durch das Funkgerät von Thomas, unser Steuermann, ein kurzes: „Ein Meter, wird weniger“. Kapitän Klaus entscheidet sich gegen anlegen  und mit feinfühliger Bedienung des Bugstrahles funktioniert es dann doch ganz gut.

Jetzt sind wir auf See. Wir machen endlich eine Vorstellungsrunde und den Sicherheitsrundgang. David und Lena quatschen so viel, dass der Rundgang über eine Stunde dauert. Allerdings mit Kaffee und Kuchen Pause. Danke Kombüse!

Während Jan uns in Ruhe erklärt, wie man ein Tampen am Nagel belegt, schnappen sich David und Lena zwei Mitsegler um die Vorbram zu zeisern.

Dabei nimmt es David an Backbord sehr genau. Trotzdem sieht es am Ende auf Steuerbord ordentlicher aus.  Aber auch nur, wenn man ganz genau hinguckt.

Unsere zwei Mitsegler sind erst zum zweiten Mal im Rigg, fühlen sich dort aber pudelwohl.

Ziemlich schnell ist es dann 20.00 Uhr und unsere erste Wache auf See beginnt. Gefühlt sind es Einweisungen ohne Ende und manche Mitsegler schauen schon leicht überfordert aus. Alle haben immerhin riesen Spaß und das merkt man. Um Mitternacht stehen 4 Stagsegel, 6 Rahsegel und der Unterbesan. Wahnsinn, was man alles in so kurzer schafft!

Wir segeln an Helgoland vorbei und genießen einen Traumhaften Sonnenuntergang. Danach ein Wachbier und eine schöne warme Dusche… Sogar mit Fußbodenheizung. Ist ja toll!

 

Alles Liebe wünscht die 8-12 und die gesamte Crew mit unserem Kapitän Klaus.