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TÖRN 115.17 – Position 01.07. – 04.07.2017

Ahoi von Bord der Alex II

Wir sind unterwegs – annähernd von der ersten Sekunde an unter Segeln – von Prince Edward Island, Kanada zu unserem ersten Zwischenstophafen Gaspé. Die neue Besatzung kam am Samstag, den 1. Juli an Bord und mischte sich unter hunderte, begeisterte open ship Besucher in Summerside (Prince Edward Island) am 150. Canada’s Day. Die Besucher waren entsprechend in rote Ahornblätter gehüllt und die Standardbegrüßung lautete “Happy Canada’s Day”. Unsere neue Crew ist bunt gemischt. Wir haben viel unterschiedliche Nationalitäten und Sprachen dabei und freuen uns auf einen erlebnisreichen Segeltörn zunächst auf der offenen See bis Gaspé (eta 7. Juli, etd 9. Juli), weiter auf dem St.-Lorenz-Strom bis Montreal und Quebec.

Den Hafen verliessen wir sogleich punkt 12 Uhr am Sonntag, den 2. Juli und begannen eine kleine Regatta mit der Picton Castle, die Summerside im selben Augenblick verließ. Das Ergebnis der Regatta blieb leider unklar, weil wir uns unmittelbar mit sail training und diversen (gefühlt 25) Halsen und eineinhalb Wenden hemmungslos vergnügten.

Inzwischen sind ein paar Tage vergangen, die Sprachbarrieren werden jeden Tag geringer. Gemeinsam haben wir uns mehrfach am Anblick von Walen im

Sonnen- und auch Mondschein erfreut (außer an ihrem Mundgeruch) und wachsen zu einer Mannschaft zusammen. Nicht zuletzt bei sundowner Gesang und Gitarrenklängen mit Captain Mike oder auch Pfannekuchenbacken nachts um halb 4. Im Folgenden ein paar Stimmen unserer Trainees der 0-4 Wache aus Chile und aus Vietnam (bzw. seit ein paar Jahren in Kanada ansässig).

 

1) El viaje a Quebec comenzó hace ya 5 dias. Al comienzo del viaje me rompió el corazon saber que ya no quebada Beck’s y que tendria que tomar corona o Budweisser por el resto del trayecto, pero creo que ya nos acostumbraremos.

El entrenamiento comenzó intensamente y ya hemos realizado varias maniobras de “todas las manos a cubierta”, es decir maniobras en que participa toda la tripulacion del barco. Logramos reducir el tiempo en que hacemos un “Halse” de 17 minutos a tan solo 8 y en general todos los trainees estamos mucho mejor preparados para seguir ordenes y reaccionar que el primer dia en que llegamos.

A lo largo de estos dias ya hemos comenzado a conocer a nuestros compañeros de guardia y al resto de la tripulación, haciéndose cada vez mas grande la familia del ALEX 2. Durante los espectaculares desayunos, almuerzos y cenas  que han habido hemos podido observar las extrañas combinaciones de comida que se les han occurrido a nustros amigos.

Personalmente las que yo mas notables encuentro son los acompañamientos para el cereal, entre los cuales he visto crema batida, nutella, mermelada y un par de cosas mas.

Otro punto peculiar del viaje ha sido la trayectoria que hemos estado haciendo. Dada la corta distancia entre Summerside y Quebec nos hemos visto obligados a girar constantemente en cualquier dirección para no llegar a nuestro destino con 4 dias de anticipación, lo cual a pesar dibujar una trayectoria un tanto extraña, ha resultado en buenas oportunidades para aprender y entrenar.

Francisco Pessot

Übersetzt aus dem Spanischen ins Deutsche von Lena (Französin):

Die Reise nach Quebec hat vor 5 Tagen angefangen. Am Anfang der Fahrt ist mir das Herz zerbrochen, als mir gesagt wurde, dass wir kein Becks mehr an Bord haben, und dass ich jetzt Corona oder Budweiser bis zum Ende der Reise trinken muss. Ich glaube aber, dass ich mich daran gewöhnen kann.

Wir haben sehr intensiv angefangen und sind mehrere all hands an Deck Manöver gefahren. Das heisst, dass die ganze Besatzung mitmacht. Wir haben es geschafft, die Zeitdauer einer Halse von 17 auf unter 8 Minuten zu reduzieren. Grundsätzlich sind wir alle Trainees nun besser vorbereitet, Kommandos zu verstehen und darauf zu reagieren als am ersten Tag der Reise.

Im Verlauf der letzten Tage haben wir angefangen, uns besser kennen zu lernen, sowohl Mitglieder aus der Wache als auch der ganzen Mannschaft.

Die Alex II Familie vergrößert sich. Während der spektakulären Früchstücke, Mittags- und Abendessen haben wir die erstaunlichsten Essenskombinationen, die man sich vorstellen könnte, erlebt. Persönlich – das was ich am erstaunlichsten fand – sind die Beilagen zu Corn Flakes:

wie z.B. Nutella, Schlagsahne, Marmelade und ein paar andere Sachen.

Ein weiterer interessanterer Punkt der Reise ist die gefahrene Kurslinie.

Auf der kurzen Strecke zwischen Summerside und Quebec sind wir andauernd in irgendeiner Richtung gewendet, damit wir nicht vier Tage zu früh ankommen. Das ergibt eine sehr komischen Kurslinie, dies ist aber eine gute Gelegenheit zu lernen und zu trainieren.

 

2) My four days in this shift, I just learned only how to say hales and becks (Anm. der  Red.: es ist hol weg gemeint) because it’s very hard to understand what people say and also I got sick because I’m not used to be on the shift. This is my first time for the sailing in my life. I got dizzy and I was sick three times. I am very happy to meet new people in this shift and they are very kind and respectful. I also learned that to get up at midnight and in the afternoon for the watch. It’s very funny for the food because in the morning we eat breads and also in the afternoon and again for the dinner, too.

Yhuy Rahlan

 

3) Bueno, primero que todo, encuentro primordial  mencionar que mi llegada al ALEX 2 se debe netamente a la insistencia mi hermano, quien anteriormente habia participado en el Tallships Races 2015 en Europa a bordo del Alexander, recuerdo haber escuchado palabras provenientes de el sobre que tan divertido y fraternal es el ambiente ahi, como tanta gente originaria de distintos paises pueden de un dia a otro convertirse en grandes amigos, “Rafa, debes venir conmigo nuevamente al ALEX 2, es la mejor experiencia y ademas, tomaremos mucha cerveza!” -Me decia mi hermano, ante tal propuesta, y la importante mencion de la cerveza, no me pude negar, ademas, siempre nos ha gustado a ambos navegar.

El viaje ha comenzado hace 5 dias y apenas siento que han sido 2, han habido tantas cosas por hacer, hemos elevado velas, hemos subido a estas, hemos movido mastiles, hemos hecho de vigias e incluso hemos estado al timon del mismo barco Aleman que luce entre todas las olas que hay en el mar, pero lo mas importante, hemos trabajado en equipo y afianzado relaciones en momentos en que por mas ridiculos a serios que sean nos hacen sentir como en casa.

Hasta el momento esta aventura ha sido asombrosa, he aprendido tantas cosas en estos dias que se me hacen tan cortos, la teoria del trabajo con las velas y que hace cada cuerda fue una frustracion interna que tuve en mis inicios, pero el simpatico y animoso ambiente de voluntad que han presentado mis camaradas para ayudarme en el aprendizaje me han permitido combatirla y ademas hacerme sentir parte de la tripulacion, de la familia.

Actualmente me encuentro en mi turno, y puedo decir, espero con ansias que divertida conversacion y momento surgira entre nosotros esta noche y los dias a venir, en el ALEXANDER VON HUMBOLDT 2 nunca sabes que sucedera.

Rafael Pessot

 

Übersetzt aus dem Spanischen ins Deutsche von Lena (Französin):

Nun gut, zu aller erst müsste ich erklären, dass meine Ankunft auf der Alex II größtenteils damit zu tun hat, dass mein Bruder sehr darauf bestanden hat. Er hat zuvor am Tall Ship Race 2015 in Europa teilgenommen mit der Alex. Ich erinnere mich, wie er ausführlich davon erzählte, wie anregend und freundschaftlich die Stimmung hier ist und wie viele interessante Leute aus verschiedenen Ländern an einem Tag zu großen Freunden werden. “Rafa, Du musst unbedingt mit mir nochmal auf die Alex II, es ist die beste Erfahrung und außerdem kann man dort viel Bier trinken!” Nachdem mein Bruder mit soviel Begeisterung gesprochen hat und noch das Bier erwähnt hat, konnte ich nicht mehr nein sagen. Ausserdem wollte ich schon immer mal segeln.

Die Reise hat vor 5 Tagen angefangen und es fühlt sich wie 2 an – soviel wie wir zu tun hatten: Segel setzen und bergen, Toppen umbrassen, Ausguck gehen und in der Nacht alle anderen Lichter und Boote melden. Wir haben im Team gearbeitet und Beziehungen geknüpft und zusammen Momente erlebt, in denen es vom Seriösen zum Albernen driftete. Es fühlt sich an wie zu Hause.

Bis zu diesem Punkt des Abenteuers, habe ich soviel gelernt in diesen so kurzen Tagen: Die Segeltheorie und wie frustrierend es war, dass ich diese nicht auf Anhieb verstanden habe – allerdings werde ich gut unterstützt von der sympathischen, freundschaftlichen Stimmung und der Hilfsbereitschaft meiner Kammeraden, die mir helfen, wodurch mir die aktive Mitarbeit ermöglicht wird. Ausserdem fühle ich mich als Bestandteil der Crew und der  Familie.

Jetzt kann ich sagen, dass ich mich noch sehr auf die anregenden Gespräche und gemeinsamen Momente dieser Nacht und alle weiteren Tage des Törns freue. Auf der Alexander von Humboldt II weiß man nie, was noch auf einen zukommt.

Maritime Krabbengrüße (dazu morgen mehr),

Die 0-4 Wache und Captain Mike